Roadtrip Schottland – 2016

Reiseberichte, Schottland

Wilde, zerklüftete und karge Landschaft das war meine Vorstellung von Schottland und das habe ich auch bekommen *Punkt*Und genau deswegen war ich auch da…

Start und Endpunkt des Trips war Edinburgh was ich auch auf jeden Fall empfehlen kann, geh da aber seperat darauf ein.

Ich hab mir ein Auto übers Netz gebucht, Drittanbieter, das Auto war Schlussendlich von Europcar. Hatte über Europcar eher schlechte Kritiken gelesen, kann ich aber überhaupt nicht bestätigen, ganz im Gegenteil. Einzig die Erreichbarkeit war ein bisschen blöd. In GB gibt es die sogenannten bank holiday. Liegt ein Feiertag (hier der 1. Mai) auf einem Sonntag, so is der Montag danach frei.

Naja, Auto da… ab in den Linksverkehr. Interessanter weise fand ich das Schalten dabei fast das einzig schwierige. Das hab ich aber auch bis zum Schluss nicht so richtig auf die Reihe bekommen 🙂

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Zum nachverfolgen empfiehlt sich der Blick auf die GoogleMap unten. Wie zu sehen, geht es grob Richtung Norden. Entlang der hübschen Brücken, aber nicht drüber is ne Eisenbahnbrücke. Bald wird die Landschaft dann aber auch wie erwartet, weit mit sanften Hügeln. Bin da auch mal ran gefahren um das erstmal wirken zu lassen… Is auf dem Highway nicht so möglich 😉

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Nächster Halt an einer Abtei mit niedlichem Dorf dazu… Passte bei mir gut für die Mittagspause. Hier in der Ecke hätte man sich auch entscheiden können östlicher zu fahren, mehr Landstraßen. Mein Onkel sagte, dass die Strecke sehr schicke ist. Ich wollte aber etwas direkter nach Inverness. Somit war für mich dann die Destille Dalwhinnie der nächste Stopp. Leider war die wegen Reinigung in der bank holiday Woche nicht zu besichtigen, aber der Shop hatte offen 😀 (An sich kann man aber auch in Deutschland kaufen, kostet weniger)

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Inverness reicht dann etwa nen halber Tag wenn man nirgends wo groß rein will. Hab sehr schön zentral gewohnt, war lecker essen und hab noch die Sonne genossen. Sehr niedlich die Stadt! Puh so viel Text nur für den ersten Tag :-O

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Tag 2 fängt mit dem Pflichtbesuch am Loch Ness an, Castle Urquhart. Mehr musste ich jetzt vom Loch Ness auch nicht sehen. Irgend nen Nessi-Zeug anschauen find ich persönlich lächerlich…

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Weiter nach Norden, quer durch! Die lustigste Situation an diesem Tag war, als es so richtig in die Wildnis ging. Es war eine T-Kreuzung und ich musste gerade aus… Mein Weg war schon sehr zerfahren, die Straße abgenutzt und verschmutzt. Alle Wegweiser zeigten entlang der Wegalternative, wo die Straße auch viel neuer und schöner aussah. Mein Vergleich über den ich mich so amüsiert habe, war aus einem Cartoon. Die klassische Wegauswahl, sicherer Tot oder Paradies 🙂 Die Landschaft ab da war atemberaubend und wegen der Weite nicht wirklich zu erfassen. Einfach wunderschön! Berge die wie Hügel aussehen und umgekehrt…

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Die nächsten zwei Nächte habe ich dann in der Garage eines älteren Ehepaars gewohnt. Sehr tolle Unterkunft in schöner Abgeschiedenheit eines sehr kleinen Dorfes.

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Ohne stundenlang zu fahren war ich dann ein bisschen entlang der Nordküste unterwegs. Ne schicke Höhle besichtig, durch die Dünen gewandert und exzellente heiße Schokolade genossen!

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Auf der nächsten Etappe habe ich so oft anhalten müssen. Einfach so beeindrucken die Landschaft, ein Traum für jeden Fotografen. Abends war ich dann in Ullapool, ein tolles altes Haus wo eine junge Familie zwei super schöne Zimmer vermietet. In der Stadt gab es dann die Luxusversion von Fish and Chips. Haddock in Bierteig, hmmmmm! Am Morgen ging es dann mit leckerem weiter, Black Pudding. Wird nicht mein Lieblingsfrühstück, aber war schon lecker. Nächster Stopp Isle of Skye…

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Über eine schöne und kurvige Küstenstraße bin ich schon ein bisschen einen Umweg gefahren, aber Effektivität war jetzt auch nicht so der Plan bei dem ganzen 😉 In Gairloch konnte ich schon mal einen ersten Blick auf Skye werfen. Sogar die Wasserfälle die von der Steilküste Skyes herabstürzen konnte ich schon erkennen. Von dem Punkt aus hatte ich dann noch bestimmt die 5-Fache Strecke der Luftlinie mit dem Auto zu fahren… aber auch diese Strecke war toll und das Wetter war traumhaft. Da ich noch gut in der Zeit war, hab ich mir für den Nachmittag auf Skye noch direkt die Talisker Destille vorgenommen. Die Führung war sehr interessant, aber ich glaub mehr als eine Destille brauche ich mir nicht anschauen, lieber das Ergebnis testen 😀 Als ich dann in meiner Unterkunft in Staffin angekommen bin, die super gemütlich war, wurde ich gleich wieder raus geschmissen. Ich sollte doch gleich noch los fahren und mir Quiraing anschauen. Ein super Tipp, zumal das Wetter noch traumhaft war.

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In den nächsten Tagen hab ich dann Skye erkundet… Old man of Storr, Fairy Pools, Neist Point, Fairy Glen und andere kleiner Stopps. Eine wundervolle Insel auf der man sicherlich auch noch viel mehr Wandern und entdecken kann. Nach zwei vollen Tagen auf Skye ging es dann aber auch weiter, irgendwie begann dann gefühlt der Rückweg :-/

Gleich hinter der Brücke die von Skye aufs Festland führt kommt Eilean Donan Castle, wohl eins der Wahrzeichen welches man beim google von Schottland häufig sieht. Der Besuch war auch ganz interessant und hübsch anzusehen ist es allemal. Abgesehen von atemberaubender Landschaft war der Weg nach Fort William dann nicht so spannend. Hier hätte ich vielleicht im nahhinein doch einen Abstecher zum kaledonischer Kanal machen sollen. In der Nähe von Fort William gab es dann noch die Harry Potter Brücke… GUT besucht! Wenn man es planen kann, dann kann man Fort Williams meiner Meinung nach auslassen. Fand die Stadt nicht hübsch.

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Neben Skye war der die das, ich glaub das Glen Coe einer der Gründe warum ich nach Schottland wollte. James Bond – Skyfall ist da als Werbefilm zu nennen. Ich hab mir das Tal dann auch Abends und Morgens angeschaut. Ich konnte mich beide mahle kaum losreißen und ich war nur an der Straße. Ich muss da noch mal zu Fuß hin.

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Auf dem weiteren Weg hab ich dann noch einen Abstecher zum Loch Lommond und Bridge of Balgie gemacht. Zu letzteren war es ein interessanter Aufstieg mit dem Auto. Am Loch Earn lag dann meine letzte Unterkunft bevor ich wieder in Edinburgh ankommen. Der See hat wohl Gezeiten, aber keiner weiß genau warum… Abends hab ich mich dann noch auf eine Wanderung gemacht. Ein Stückchen entlang eins zum Wander-/Fahrradweg ausgebauten Bahnstrecke. Eine der Brücken war besonders lustig, weil die oben offenen Pfeiler des Geländers vom Wind wie Flaschen zum Klingen gebracht wurden. War mehr ne Kakophonie aber trotzdem lustig 🙂

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Nun die letzte Tagesetappe. Ich hab den Tag mit Rob Roys Grab begonnen, ist aber recht unspektakulär. Man kann von dort aus aber noch ne kleine Wanderung machen. Ich bin aber weiter gefahren zu Doune Castle. Wer Ritter der Kokosnuss oder Outlander (dank meiner Cousine wie ich jetzt auch was das ist :-)) kennt sollte da hin, Terry Jones spricht den Audio Guide! Da noch ein Tipp, gibt da ne Kombi Karte für einige Sehenswürdigkeiten. Wenn man weiß wo man lang kommt is es deutlich günstiger. Nach einer weiteren Burg auf dem „Weg“ hab ich ohne Probleme das Auto abgegeben und in der Stadt noch was zu essen gefangen 🙂


Die Photogalerie dazu…