Neuseeland und San Franzisco – 2017

Neuseeland, Reiseberichte

Neuseeland – Diese ewig lange Werbesendung (Herr der Ringe) hat sein Versprechen auf schöne Landschaften gehalten

und San Fransico – die wohl eher nicht typische USA

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Es ist leider schon wieder ein paar Tage her, dass ich in Neuseeland und auf dem Rückweg auch noch in San Franzisco war. Los ging es am 24.12.2017 und etwa 4 Wochen später wieder zurück. Der Hinflug ging dabei von Hannover über London, L.A. nach Auckland. Der Transit durch die USA war total unspektakulär und ziemlich fix. Air New Zealand ist auf jeden Fall eine sehr gute Airline! Auf dem Rückflug konnte ich das auch noch einmal bis nach San Franzisco genießen. Den Rückflug fand ich aber sowieso entspannter, dadurch das sich die Stecke auf zwei Direktflüge mit 3 Tagen Pause reduziert hat. Was den Zielflughafen in Deutschland angeht, kann ich für Braunschweig empfehlen, den Flieger bis Frankfurt zu nehmen und dann die ICE. Der ICE fährt mehrmals am Tag Direkt durch. Wenn man den Zug direkt erwischt, so wie ich das Glück hatte, ist es schnelle, entspannter und ich glaube sogar günstiger.

Soweit zur Reise hin und zurück. In Neuseeland hatte ich dann ein Spaceship Namens Maveric. Ich glaube es war ein Toyota Van, der als Campingmobil umgebaut wurde. Kühlschrank, Kocher und Geschirr für zwei Personen inklusive. Für eine kürzere Tour kann ich Ihn auch für zwei Personen empfehlen. Aber bei vier Wochen und 5000 km, war er für mich OK, aber zu zweit und dann mal länger Regen… da würde ich vielleicht doch eine Nummer größer nehmen. Auch die Sand Flys sind dabei ein Faktor. Wegen den Fiechern kann man Abend an manchen Stellen nicht lange draußen sitzen. Das Abholen und Abgeben waren super entspannt. Mit einem Linienbus kommt man direkt von der Queenstreet zur Spaceship Filiale. Hatte dann am Ende ein paar Punkte die man sich vielleicht vor dem nächsten Mieter anschauen sollte. War gar nicht mal als Kritik gedacht, hab dann aber eine Taxifahrt in die Stadt spendiert bekommen. Daumen hoch!

Hier gehts dann jetzt weiter zu den einzelnen Etappen…


Tag 1 – erstmal ankommen

Ich war sehr froh, dass ich mir den Bus nicht gleich für Tag der Landung geholt habe. Auch wenn ich ja schon um 6:30 morgens angekommen war. Ich hatte gleich erstmal Glück. Ich hatte auf dem Flug eine Belgierin und einen Britten kennengelernt. Eine Freundin des Britten hat ihn am Flughafen abgeholt und uns gleich mal mitgenommen. Guter Start! Sachen ins Hostel gebracht und dann ab für einen Kaffee… aber alles war so leer. Lag es daran, dass es der 26.12 war?? Ne, es war einfach erst etwa 8 Uhr 🙂 So hell und warm wie es war, war es einfach gefühlt schon Mittag. Also erstmal zu Starbucks und Kaffee trinken. Nächster Schritt war dann die Essenssuche. Im Hafen gab es dann geschmolzenen Käse mit Walnüssen, Honig und Brot. Lecker und der erste Kontakt zurr Honig Affinität der Kiwis. Viel mehr ist dann nicht passiert. Die Sim-Karte noch eingerichtet und ne Kleinigkeit zu essen gekauft und viel geschlafen.

Tag 2 – rein ins Vergnügen, Coromandel Halbinsel

Wie schon beschrieben, problemlos den Wagen geholt und los ging es. Irgendwie hatte diese Idee aber auch ein „paar“ Kiwis. So volle Straßen hab ich danach nie wieder in Neuseeland gesehen und leider fuhren auch alle grob in meine Richtung. Ziel war die Coromandel Halbinsel.

Ich hab die Halbinsel dann einmal umrundet. War eine ganzschön lange Strecke, würde ich ggf. weglassen wenn man nicht an der Spitze Übernachtet und was unternimmt. Zeit/Leistung ok, könnte man aber dran sparen. Am Ende noch an die Cathedral Cove, da muss man sich zu der Zeit drauf einstellen, das man einer von sehr vielen ist. Trotzdem sehr schick. Hab mich ab da ein bisschen hetzen lassen, da ich noch keinen Überblick hatte, wie es mit den Campingplätzen läuft. Die erste Nacht war ich dann auf einem DOC Platz (Department of Conservation). Einfach und günstig: Wentworth Valley Camping Ground.

Tag 3 – überall kocht die Erde

Ich bin gemütlich in den Tag gestartet und hab mir früh morgens den Wasserfall angeschaut, der vom Campingplatz in etwa 30 min zu erreichen ist. Mein erster Kontakt mit dem dschungelartigen Wald und ein schöner Ausblick auf den Wasserfall. Im Anschluss ging es weiter in Richtung Whangamata, also effektiv einfach aus dem Hinterland an die Küste. Hier gab es dann bei schönstem Ausblick einen leckeren Kaffee (Blackies Cafe). Zum Ausblick gehörte auch die „Donut-Insel“, die hatte ich noch als Empfehlung für eine Kajak Tour bekommen, hab es leider aber zeitlich nicht geschafft. Die Bilder in diesem Internet sehen aber toll aus.

Nächster Stop war Rotorua. Bis Tauranga immer die Küste entlang und dann etwas mehr ins Hinterland abbiegen. Sehr schöne, landwirtschaftlich geprägte Landschaft. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die Pappel Hecken. Wobei man bei der höhe Eigentlich nicht mehr wirklich von Hecken sprechen kann, einfach sehr eng gepflanzte Bäume. Ich hab leider kein Foto davon gemacht, aber die Hecken umschlossen zumeist ein Feld mit Obstbäumen oder ähnlichem. Ich vermute mal, dass der Wind da gerne mal pustet und dass die Kiwis das Konzept, was es ja auch in Deutschland gibt, auf die Spitze getrieben haben. Schaut euch mal bei Pyes Pa auf Google Street View um, dann bekommt ihr eine gute Vorstellung was ich meine.

In Rotorua gab es dann Mittagessen, in einem Laden Namens Fat Dog Cafe & Bar. Sehr leckere Fish and Chips, die Burger sahen aber auch gut aus. Dann noch ein bisschen die Beine vertreten und zum See spazieren, bevor es weiter ging. Nächster Stop, Waimangu Volcanic Valley. Hier sollte man ein bisschen die Zeit im Auge behalten, um 15:30 war der letzte Einlass und dann schafft man nur die kleine Runde. Hier dampft und brodelt alles vor sich hin und ein sehr schöner Schwefelgeruch. Hier wurde einem auch mal bewusst, dass man auf einem aktiven Vulkangebiet unterwegs ist. Die letzten Menschen sind dort vor gar nicht so langer (1917) bei einem Ausbruch gestorben. Im Wasser sieht man Algen und direkt am Rande der Gewässer fängt gleich wieder die Natur an zu wachsen. Auch wenn das Wasser wohl eher eine warme Säure ist. Beeindrucken, das Ganze.

Die Annehmlichkeiten solcher heißen Quellen, konnte ich dann auch gleich an meinem Campingplatz (Waikite Valley Thermal Pools) genießen. Der war diesmal etwas teurere, dafür konnte man aber kostenlos das Thermalbad mitnutzen. Sehr entspannend!

Tag 4 – Taupo und Umgebung

Der Tag begann mit der suboptimalen Streckenplanung meines Navis. Es hat mich dann erstmal schön über eine gute Stecke Schotterstecke geschickt. Aber von der Landschaft her sehr schick. Ziel der ersten Etappe des Tages war die grobe Richtung Huka Falls. Neben den Wasserfällen selber gab es noch einiges mehr zu sehen und zu machen. Craters of the Moon zum Beispiel, wobei ich das Volcanic Valley am Vortag spannender fand. Was ich aber sehr cool fand, ist Jetbot fahren! Ich war bei Rapids Jet und es ging richtig ab. Ich hatte mir extra Kontaktlinsen eingesetzt, damit mir meine Brille nicht verloren geht. Das war eine gute Idee, aber auch irgendwie nicht. Wenn die Brille wirklich sehr locker sitz könnte einem die schon abhandenkommen, aber so hatte ich richtig viel Winddruck in den Augen. Meine Augen waren ziemlich am tränen davon.

In Taupo hab ich mir dann glaube ich meinen ersten Quarter Pounder mit Käse gegönnt, wegen dem nicht Metrischen-System 🙂 Dabei hab ich dann den Ausblick über den Lake Taupo genossen. Taupo selbst, war ein ziemlich geschäftiges kleines Städtchen. Viel Harleys und viele Menschen. War tatsächlich ziemlich voll, daher bin ich dann auch schon nach einem kleinen Spaziergang durch die Stadt weitergefahren. Mein Campingplatz lag am unteren Ende von Lake Taupo, da ich am nächsten Morgen nicht so weit zum Mt. Tongariro fahren wollte.

Tag 5 – Mt. Tongariro

Bin für die Wanderung um den Tongariro sehr früh aufgestanden, aber scheinbar nicht früh genug. Vom Endpunkt des Wanderweges gibt es Buse die zum Startpunkt fahren. Das ist aber nicht ein Linienverkehr, sondern eher Chaterbusse. Also dringend vorher Buchen. Das sind dann aber auch entsprechend Reisebus Größe, dem entsprechende werden dann auch am Start Leute auf den Wanderweg gespuckt. Wie schön ruhig das Wandern dann noch ist, sei mal dahin gestellt. Mangels Sitzplatz im Bus bin ich dann vom Ende aus reingelaufen. Da hatte ich den Weg dann ganz für mich alleine. So wie ich es von anderen gehört haben, ist das allerdings der steilere Teil. Den dann hoch und nicht runter. Bin dann bis zu einer Schutzhütte gelaufen. Traumhafter Ausblick! Aber auch hier war die vulkanische Aktivität sehr nahe. An einer Stelle sollte man, so bald ein Warnsignal zu hören ist, wegen pyroklastischen Strömen nicht weitergehen. Das war in einem Flusslauf, wo sich das wohl sammeln könnte. Ein toller Tag mit schönem Ausblick, nach dem ich gut schlafen konnte.

Tag 6 – Auf nach Wellington

Auch heute früh raus aus den Federn. 5:30 war ich etwa schon auf der Straße. Grund war die Desert Road. Hier gibt es wirklich einen fantstischen Blick auf die Tongario und seine Nachbarn. Auf jeden Fall wert! Nach sehr gutem Wetter für Bilder, ist dann leider Nebel aufgezogen und es war nichts mehr mit Aussicht. Aber ich hatte ja meinen Ausblick zum Sonnenaufgang.

Jetzt erstmal Strecke machen. Der kleine Umweg über die Manawatu Scenic Road war dabei eine gute Wahl. Schöne Ausblicke, immer wieder neu nach jeder Kurve. Am Weikanae Beach hab ich dann Mittag gemacht. Noch mal etwas Ruhe genießen bevor es nach Wellington rein geht.

Parken in Wellington ist eher schwer, zumindest über Nacht. Dadurch da am  nächsten Tag Neujahr war ging es für mich zum Glück. Wenn ich es aber richtig gesehen hab, kann man auf dem Parkplatz neben dem Te Papa aber über Nacht bleiben (auch Campen, wobei ich nicht weiß ob self contained vorgeschrieben ist). Silvester in Wellington war sehr schön. Sehr coole öffentliche Feier in Hafen mit live Musik und Street Food.

Tag 7 – In Wellington

War dann morgens früh wieder wach und habe mir die Stadt angeschaut. Ein gutes Frühstück zu bekommen, war gar nicht so leicht, Neujahr und so… In der Cuba Str. bin ich dann fündig geworden. Hier begann dann auch meine Abhängigkeit von Flat White 🙂

Ich hab einen soliden Spaziergang durch die Stadt gemacht. Erster Stopp, aber nur im übertragenden Sinne, war das Cablecar, weil es mich ja hoch zum Botanischen Garten gebracht hat. Super Ausblick von da oben! Ich hab dann einen Rundweg gewählt, der mich wieder runter in die Innenstadt geführt hat. Dort war ich dann noch am Parlamentsgebäude (Hab irgendwo den Spruch gelesen: Sieht aus wie ein Bienenstock, aber die „Bienen“ die dort arbeiten kennen den Sprichwörtlichen Fleiß wohl nicht.). Auch ganz schick ist die Old St Paul’s, eine Holzkirche und von außen recht unscheinbar, von innen aber sehr schick. Hat mich an eine Stabkirche erinnert. Weiter ging es entlang des Hafens zum Te Papa. Tolles Museum und war ne nette Abkühlung. Viel mehr als Nahrungsaufnahme ist danach nicht mehr passiert. Morgens ging es dann ja auch früh auf die Fähre.

Tag 8 – Kaikoura

Morgens früh um kurz nach acht auf die Fähre und erstmal schippern. Die Ankunft an der Südinsel war dann recht interessant. Man fährt direkt auf die Küste zu, wo man da aber weiter will, kann man lange nicht erkennen. Dann biegt die Fähre irgendwann in eine Wasserstraße zwischen den Inseln ein. Auch wenn es da nicht so viel zu sehen gibt, ist das schon ein toller Anblick. Mit ein paar kleineren Stopps ging es dann nach Kaikoura. Durch die Ortschaft durch und in Richtung der Spitze der Landzunge. Auf dem Weg noch bei einem BBQ Mittag gegessen. Frischer als der Fisch geht eigentlich nicht. Den Grill findet man auch bei Googlemaps. An der Spitze angekommen, kann man auf ein Plateau laufen und zu den Robben gelangen. Das geht erst seit dem letzten großen Erdbeben vor ein paar Jahren. Da wurde der Erdboden um ein paar Meter angehoben.

Hab mich dann noch recht spontan für eine Seekajaktour angemeldet. Total super, Robben, Delfine und Pinguine, alles dabei. Hab es dann auch noch rechtzeitig zu meinem etwas südlicher gelegenen Campingplatz (Goose Bay)  geschafft. Teile der Straße sind wegen dem zuvor genannten Erdbeben immer noch in der Wiederaufbauphase. Die Straße ist dann ab 20 Uhr gesperrt. Der Campingplatz war sehr nett, schön am Strand (Felsen) gelegen. Aber auch mein erster signifikanter Kontakt mit Sandflies.

Tag 9 – Moeraki Boulders

Wetter bedingt hatte ich meine Pläne kurzfristig geändert und bin nicht direkt in Richtung Mt. Cook aufgebrochen. Die neue Route führt mich an Christchurch vorbei  zu den Moeraki Boulders. War ein bisschen unangenehm viel zu fahren, aber war ja nur die eine Strecke. In Christchurch hab ich noch bei einem Arktik-Zentrum einen Zwischenstopp gemacht.  Ganz cool, für Kinder noch ein bisschen spannender. Auf jeden Fall eine Abkühlung direkt neben dem Flughafen, von wo aus z.B. die US Arktisbasis angeflogen wird. Eine kurze holprige Rundfahrt mit einem Schnee-Kettenfahrzeug, wie es auch die Bundeswehr hat, gehört zum Eintrittspreis dazu.

Die Moeraki Boulder haben dann als wunderschönes Fotomodel für die lange Autofahrt entschädigt. Viel früher als 19 Uhr braucht man in der Hochsaison aber nicht da sein, zumindest wenn man die einzelnen Steine mal für sich zum Fotografieren haben möchte. War immer noch recht viel los. Auch  die Gezeiten muss man beachten. Bei mir wurde gegen Ende doch ein großer Teil des Strandes überflutet.

Tag 10 – Auf zum Mt. Cook

Heute dann auf zum Mt. Cook. Wegen der Wettervorhersage hätte ich das Ziel fast ausgelassen, zum Glück hab ich mich doch dafür entschieden. Aber zuerst noch an der Küste Robben und Pinguine besichtigt. An einen Kliff in der Nähe der Boulder, gibt es eine Robben-Kolonie. Sehr niedlich und gar nicht so einfach den ausgebetenen Mindestabstand zu den Tieren einzuhalten, da sie dort überall lagen J Auf einer kleinen Vorgelagerten Insel soll es dann auch noch eine Pinguin-Kolonie geben, da konnte ich auf Grund der Flut aber leider nicht hin. Hab so auch noch zwei an einem tiefergelegenen Strand gesehen. Das war sehr niedlich, die sind am Strand noch den auflaufenden Wellen ausgewichen, bevor sie dann ins Wasser gehüpft sind, komische Vögel. Dabei ist mir dann auch aufgefallen wie beeindruckend die Robben geklettert sein müssen, um auf den Kamm der Landzunge gekommen zu sein.

Weg von der See, rein in Landesmitte und die Berge. Auf dem Weg zum Mt. Cook bin ich dann noch an ein paar Wandmalereien vorbei gekommen. Fand ich nicht so beeindruckend, lag aber direkt am weg und auf dem Parkplatz stand ein Wagen wo man guten Kaffee bekommen konnte. Also ggf. einfach ein Platz für eine kurze Pause. Das zweite was ich auf dem Weg noch eingeschoben hab waren Clay Cliffs. Um da hin zu kommen, muss man eine recht lange Gravelroad lang fahren (vielleicht kam sie mir aber auch nur so lang vor, weil mein Tankinhalt sich zum Ende neigte J ). War eine recht ausgewaschene Steinformation mit teils recht coolen Farben. Wenn man es eilig hat, kann man die auch auslassen. Ab dann wird die Landschaft aber immer beindruckender. Türkisblaues Wasser und die Alpen vor sich. In diesem Türkisen Wasser gedeiht offensichtlich recht leckerer Lachs (offensichtlich in dem Sinne, dass es ihn zum Abendbrot gab J ).

Am Dorf unter dem Mt. Cook angekommen, hab ich mich kurz orientiert und in der Tourist Info vorbei geschaut. Mit einem Blick auf Wetter und Uhrzeit bin ich dann erstmal direkt in Richtung Flugplatz gesprintet und hatte Glück noch einen Rundflug zu erwischen, den Letzten des Tages. Mit einer Pilatus ging es dann in Richtung Mt. Cook, inklusive Landung auf dem Gletscher. Sehr tolle Erfahrung und Ausblick!

Genächtigt hab ich dort auf einem DOC Campingplatz. Dusche gab es keine, aber im Dorf. Kleingeld nicht vergessen. Ich hab mich so hingestellt, das ich mit blick in Richtung Berge schlafen konnte.

Tag 11 – Keas und der Weg in Richtung Fjord Land

An diesem schönen Morgen bin ich früh aufgestanden und hab mich auf den Weg ins Hooker Valley gemacht. Auch wenn der Campingplatz recht voll war, ist sonst keiner auf die Idee gekommen, Ich hatte den Weg bis zum Endpunkt für mich. Zumindest keine Menschen, am Ende des Weges warteten Keas auf mich und eine grandiose Aussicht auf die Abbruchkante des Gletschers. Die Keas wurden ihrem Ruf dann auch gleich gerecht, nur kurz die Kamera aus dem Rucksack holen und einer der neugierigen Tiere machte sich direkt an meine abgelegten Wanderstöcken zu schaffen. 🙂

Nach einer schönen warmen Duschen, war schon etwas kühler da oben, hab ich mir in der Lodge noch ein Frühstück einverleibt. Kann ich nur empfehlen, nette Sessel mit Blick auf die Berge!

Danach war viel Fahren angesagt. Mit einen kurzen Abstecher nach Queenstown dann noch weiter zur Südspitze von Lake Wakatipu.

Tag 12 – Milford Highway

Heute Morgen hat die Sonne sich wieder blicken lassen, nach einer regnerischen Nacht. Erster Stopp ist Te Anau, hier erstmal meine Auto mit Sprit, mein Kühlschrank mit Essen und mich mit Kaffee auffüllen. Ziel des Tages war dann  Gunns Camp. Au dem Weg dorthin gab es all paar Kilometer immer was wieder Stopps. Mirror Lake oder Eglinton Flats um nur ein paar zu nennen. Besonders beeindruckend war The Divide. An dieser Stelle gibt es einen Wanderweg, was auch ein paar Stunden dauert, aber total lohnenswert ist. Ein fantastischer Ausblick in alle Richtungen. Nur beim Parkplatz sollte man nicht allen Schildern trauen, ich wäre fast nicht mehr die Schotterrampe des Ausweichparkplatzes hochgekommen.

War dann ein bisschen gehetzt, da ich keine so rechte Rückmeldung hatte, ob das mit der Reservierung in Gunns Camp geklappt hat (hat es aber). Die hatten da nicht so recht Internet und Handy empfang schon gar nicht 🙂 War aber sonst aber einer der schönsten Campingplätze auf denen ich war. Kleines Museum gehörte dazu  und das Warmwasser wurde über einen modernen Holzofen erzeugt. Hab die Abgeschiedenheit dann auch gleich mal für Fotos vom Sternenhimmel genutzt.

Tag 13 – Milford Sound und der Weg nach Queenstown

Mal wieder früh aufstehen. Der Tunnel der auf dem Weg zum Milford Sound liegt, ist nur in eine Richtung befahrbar, kann also Wartezeiten geben. Ich bin aber glaube ich direkt im ersten Rutsch durch gekommen, ohne wirklich zu warten. Die Landschaft die man dann sieht ist wirklich toll. Meine Bootsfahrt hatte ich schon vorher gebucht, was glaube ich nicht schlecht war. Man muss ich bewusst sein, wenn man da hin kommt, dass es doch recht gut besucht ist. Es kommen auch in recht schnellem Tackt Flugzeuge und Hubschrauber reingeflogen und das Terminal für die Bootsfahrten ist unerwartet Groß. Aber sehenswert wert die Landschaft auf jeden Fall.

Mehr als Milford Sound war heute nicht geplant, also auf nach Queenstown. Zimmer bezogen und ab in die Stadt. Gefühlt eine Mischung aus Englischen Badeort, Mittelmeer Promenade und Bergort wie Riva del Garda. Sehr cool! Bezüglich einer Sache dachte ich ja, sie sei total übertrieben, Ferdgeburger. Aber sie sind ziemlich geil, wohl der beste Burger den ich bisher gegessen hab. Die Pommes waren aber eher mäßig gut. Das lange Anstehen lohnt sich auf jeden Fall! Zudem können die auch noch Eis und Backen, persönlich getestet 🙂